Der Laboralltag sieht hier ein bisschen anders aus. Er beginnt frühestens um 9 und wird bereits um 11:30 wegen der Menge an Studenten (wie bei uns) für das Mittagessen unterbrochen. Länger als 10 min sitzen wir eigentlich nie am Mensatisch (das unterbietet die Zeit, die wir in Mainz brauchen folglich um 20 min!). Beim Essen ist Schlürfen und Schmatzen erlaubt – aber bitte kein Nase putzen (was aufgrund der Schärfe mancher Gerichte schon mal etwas schwierig ist). Nachdem das Tablett mit dem schmutzigen Schälchen, Tellerchen, Löffelchen und Stäbchen abgegeben wurde, zieht sich eine Schlange Studenten an einem Schrank tausender Metallbecherchen entlang, die eiligst mit Wasser (ca. 2/5 heißes Wasser, 3/5 kaltes Wasser) gefüllt und geleert werden. Eine gemeinsame Kaffeeecke habe ich hier leider noch nicht entdecken können (zum Thema Copi poste ich noch mal separat etwas…).
Wohin nach dem Essen alle verschwinden…keine Ahnung (ich glaube hier gibt es viele Lectures)… wichtig ist auf jeden Fall: Zähneputzen – heute haben Peter und ich auch unsere eigene Zahnbürste und Zahnpasta bekommen (dabei hatte ich mir schon eine mitgebracht – ich finde das mit dem Zähneputzen richtig gut und werde das zu Hause in Zukunft auch tun).
Die Zeit bis zum Abendessen zieht sich dahin unter anderem mit Laborarbeit. Die Laborregeln: hinter der gelben Linie darf man essen und trinken und muss keine Schutzbrille tragen…Im Messraum wird an der Tür in Schlappen umgestiegen…
Ansonsten schlafen die Koreaner gerne mittags ein bisschen mit dem Kopf auf dem Schreibtisch (mit eigener rosa Blümchen oder „Hallo-Kitty“ Decke) oder sitzen am Computer (was auch immer da gemacht wird…wie bei uns…).
Gegen 6 geht es dann wieder zur Mensa (heute gab es ein ganzes Huhn in der Suppe, das ich mit Löffel und Stäbchen zerlegen musste…). Dann geht es noch bis 10 so weiter, aber so lange bin ich noch nie da geblieben :)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen