AK Ausflug
Gestern Abend ist fast der ganze AK Sohn zum Essen und Trinken ans Meer gefahren, an die Ostsee. Auf der 4stündigen Autofahrt sind mir immer wieder kleine Grashügelchen aufgefallen, die auf Terrassen an diversen Berghängen hervorschauten. Manchmal mit einer Steinsäule daneben, manchmal einfach so mitten im Feld. Ich habe mir sagen lassen, dass dies die traditionelle Beerdigungsmethode hierzulande ist. Ansonsten ist mir im Hinterland aufgefallen, dass es nicht so schön ist. Sehr unkontrolliert zersiedelt mit wenig Rücksicht auf die Landschaft. Ich bin mir nicht so sicher, ob es hier in Korea Architekten gibt…Unser Hotel lag direkt am Strand! Wir konnten das Meer rauschen hören und der Blick vom Balkon ist auf dem Bild zu sehen. Nach 22:00 Uhr durfte man nicht mehr an den Strand, da wir uns 10 km vor der nordkoreanischen Grenze befanden und der Strand von oben abgebildetem Häuschen regelmäßig mit Scheinwerfern (wie in Krimiserien im Fernsehen) abgesucht wurde, ob nicht doch ein Nordkoreaner strandet. Zum Abend gab es Sushi, nur dass der Reis und die Seetangblätter fehlten… eine riesige Platte mit rohem Fisch, den man in Sojasauce tunken konnte. Natürlich gab es dazu glibberige Muscheln, Octopusse und sonstiges undefinierbare Seafood-Gedöns… das war nicht so mein Abend. Nach mehreren Flaschen Soju gab es wie immer ein bisschen Karaoke im Keller unseres Hotels. Inbrünstig sang der ganze AK die koreanischen Schnulzen rauf und runter. Im Hotelzimmer gab es ein Gelage auf zwei Decken mit Snacks, Bier und Karten. Ich habe das Spiel Stop and Go gelernt – dabei geht es um die 12 Monate des Jahres und ist ein bisschen mit Mau-Mau zu vergleichen.Es war sehr gemütlich! Um was es den ganzen Abend ging, weiß ich nicht, denn es wurde nur Koreanisch gesprochen! Aber daran muss man sich hier gewöhnen (wir sind ja schließlich in Korea). Nachdem ich von der Strandidylle Sockchos nicht so überzeugt war, freute ich mich über den Anblick des Seoraksan Gebirges bei Tageslicht. Dort möchte ich auf jeden Fall in den nächsten zwei Monaten noch wandern gehen. Nach einem kleinen Halt an der Küste und einem Tofusuppenfrühstück gings es nach Hause. Die Fahrt dauerte ewig! Ich glaube allerdings dass wir die Hälfte der Fahrtzeit in Seoul selbst verbrauchten, um wieder in die Uni zu kommen… das ist ein Verkehr… und wie die fahren… Fazit des Ausfluges: es war sehr nett, aber um irgendetwas mitzukriegen und richtig dazu zu gehören müsste ich wohl Koreanisch lernen.
1 Kommentar:
Sokcho und den Seoraksan National Park kann ich nur empfehlen. Es gibt wunderschöne Wasserfälle und einen gigantischen Buddha zu "erwandern". Wenngleich es auch nie richtig einsam wird, die ewige Busfahrt sollte man dafür schon in Kauf nehmen.
Frag Sehee um Hilfe, es ist schlieslich ihre Heimat.
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