Sonntag, 4. Mai 2008

Hi Seoul


Ich bin begeistert! Das 8tägite Festival „Hi Seoul“ hat heute begonnen. Mit Matthias und Hyejin-oni (Oni sagt man als Frau zu einer älteren Schwester, als Mann sagt man Nuna) erlebten ich heute wie gut die Koreaner ein riesiges Fest organisieren können. An unzähligen Ständen konnten wir Masken selbst bemalen, Kleider anprobieren, Essen versuchen, Fächer bemalen, traditionelle Lampions basteln und und und…(natürlich kostenlos). Das Angebot war so riesig, dass wir nicht mal ansatzweise alles ausschöpfen konnten. Zwei Umzügen wohnten wir heute außerdem bei. Ähnlich dem Karnevalsumzug in Mainz, laufen stundenlang Menschen in traditionellen Kostümen oder echter Militäruniform durch die Straße, bleiben hin und wieder stehen und vollführen einen Tanz bzw. eine Parade und ab und zu gab es auch einen Wagen zu bestaunen. Allerdings der große Unterschied: die Zuschauer stehen ganz ruhig und gesittet am Rand und winken höchstens schüchtern, die „Kamellen“ werden einem liebevoll in die Hand gegeben und die Menschen aus der vorderen Reihe teilen brüderlich und schwesterlich mit allen Umstehenden. Zur Eröffnung des Festivals fand eine riesige Show vor der City Hall statt, mit Musik, Tanz und Lichteffekten (besonders gelungen: eine Wand aus Wasser auf die projiziert wurde). Der zweite Umzug war wesentlich asiatischer. Als es bereits dunkel war, zogen buddhistische Mönche, Kinder, Ajummas und alte Männer mit traditionellen Laternen durch die Straße. Auch Wagen mit riesigen Laternenskulpturen rollten vorbei, denn nächsten Sonntag ist Buddhas Geburtstag und auf diesen bereitet man sich jetzt vor. Eine richtig schöne Stimmung!

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